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Der Kreuzberg (Loermund)

Der Bergsporn Kreuzberg (Loermund)
Wir befinden uns hier am Fußpunkt des Bergsporns Loermund in der Talaue der Möhne. Im Volksmund wird die Anhöhe Kreuzberg genannt. Das Gelände steigt von etwa 240 Höhenmetern bis zur Berghöhe auf 295 Meter an. Schon vor mehr als 2000 Jahre haben unsere Vorfahren diesen besonderen Ort wegen seiner außergewöhnlichen Lage
geschätzt. Eine Ringwallanlage entstand auf der Berghöhe, die zu unterschiedlichen Zeiten genutzt wurde. Im nebenstehenden Modell ist der heutige Zustand des Geländes mit der später ergänzten Kapelle und dem Kreuzweg abgebildet. Die noch vorhandenen Wälle sind stark erodiert, sie mögen also wesentlich höher gewesen sein und Palisaden
getragen haben. Dabei waren diese hölzernen Befestigungen in den verschiedenen Nutzungsperioden unterschiedlich geformt. Das Modell beschränkt sich bewusst auf das, was heute sichtbar und erfahrbar ist. Es gibt nur wenige Zeugnisse aus der Zeit der Nutzung der Wallanlage. Urkundliche Nachrichten fehlen ganz. So bleiben Aussagen zur mittelalterlichen Bedeutung und Nutzung der Wallburg spekulativ.
Es lohnt sich, den etwa 500m langen Anstieg bis zur Kapelle zu nehmen. Belohnt wird man mit einem ausgezeichneten Blick über das Möhnetal, zum Arnsberger Wald und zur Haarhöhe. Unterwegs finden sich weitere Aussichtspunkte mit Informationstafeln.

Die Möhnetalbahn
Sie wurde im Jahr 1998 gebaut. Das Möhnetal bot ideale Voraussetzungen für die Anlage einer Bahnlinie von Soest nach Brilon. Belecke wurde zum Knotenpunkt. Hier traf die
Möhnetalbahn auf die Bahnlinie Warstein-Lippstadt, die einige Jahre vorher fertiggestellt worden war. Warstein und das Möhnetal hatten Anschluss an die „weite Welt“ gefunden. 1960 stellte man den Personenverkehr und 1970 den Güterverkehr ein.